Spaghetti & Fleischlosbällchen

Spaghetti and Vegan Notmeatballs - The Lotus and the Artichoke

Spaghetti & Fleischlosbällchen – aus Entsafter-Trester!

2-3 Portionen / Zubereitungszeit 40 Min.

Tomatensoße:

  • 400g / 3-4 große Tomaten gehackt oder püriert
  • 1 Tasse Wasser oder Gemüsebrühe
  • 1 kleine Zwiebel gehackt
  • 1-2 Knoblauchzehen kleingehackt
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Zitronensaft oder Balsamico-Essig
  • 1 TL frische Kräuter / italienische Kräutermischung feingehackt oder getrocknet (Basilikum, Oregano, Rosmarin, Salbei)
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer geschrotet
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker oder Agavensirup
  • 1-2 EL Olivenöl

 

  1. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen.
  2. Knoblauch und Zwiebeln mit Pfeffer 2-3 Min. anschwitzen.
  3. Tomaten und Tomatenmark zugeben und zum Köcheln bringen.
  4. Jetzt Kräuter, Gewürze, Salz, Zucker, Zitronensaft / Essig, 1/2 Tasse Wasser beimischen, rühren und aufkochen lassen.
  5. Tomatensoße auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen. Unter regelmäßigem Rühren nach und nach Wasser zugeben.
  6. Die Soße sollte etwas flüssiger als sonst sein: Die Fleischlosbällchen saugen einen Teil der Flüssigkeit auf.
  7. Weiterköcheln und Soße ca. 7-10 Min. lang eindicken lassen, regelmäßig umrühren (die letzten 5 Min. mit den Fleischlosbällchen darin).

Pasta:

250g Spaghetti oder andere Pasta

  1. Großen Topf mit gesalztem Wasser zum Kochen ansetzen.
  2. Pasta gemäß Packungsanleitung kochen. Beginnen, wenn Tomatensoße schon köchelt.
  3. Pasta abgießen und abtropfen lassen, etwas Olivenöl untermischen, abdecken, zur Seite stellen.

Fleischlosbällchen:

  • 220 g trockener Trester (Fruchtüberbleibsel nach dem Entsaften von Gemüse und Obst, hier am besten das, was von einem Möhren-, Selleriestangen-, rote Beete- und Apfelsaft übrig bleibt; oder siehe Variationen)
  • 115 g Tofu zerbröselt oder zerstampft
  • 2-3 EL Kichererbsenmehl
  • 1/4 Tasse Sonnenblumenkerne gemahlen
  • 1 TL Sesamsamen gemahlen
  • 1 TL Leinsamen gemahlen
  • 2-3 EL Nährhefe (Hefeflocken)
  • 1 EL Sojasoße
  • 1/2 TL Sesamöl
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer gemahlen
  • 1 TL Kräuter (Basilikum, Oregano, Thymian, Salbei, etc.)
  • 1 EL Zitronensaft oder Balsamico-Essig
  • Öl zum Braten
  1. In kleinem Topf Boden mit 2-3 cm Öl bedecken und erhitzen.
  2. Nüsse und Samen mahlen*. Alle Zutaten für die Bällchen in einer Schüssel gut durchmischen.
  3. Wenn die Masse noch nicht leicht formbar oder zu feucht ist, mehr Kichererbsenmehl untermischen.
  4. Hände befeuchten und walnussgroße Bällchen formen.
  5. Test: Das Öl ist heiß genug, wenn eine Messerspitze der Mischung brutzelnd an die Oberfläche steigt.
  6. Je 5-8 Bällchen pro Ladung in heißem Öl 5-6 Min. braten. Wenden bis alle Seiten gleichmäßig braun, aber nicht schwarz sind.
  7. Fertige Bällchen mit einer Schaumkelle herausheben, abtropfen lassen und in die Tomatensoße bugsieren.
  8. Bällchen in der Soße herumrollen und damit bedecken, Pfanne zudecken und auf niedriger Flamme halten.
  9. Auf diese Weise alle Bällchen braten und danach zur Tomatensoße geben. Bällchen sanft darin rollen, Soße vorsichtig umrühren und zugedeckt weitere 2-3 Min. köcheln lassen.
  10. Pasta auf Teller geben und mit Tomatensoße und Fleischlosbällchen anrichten.
  11. Mit frischem Basilikum oder Petersilie garnieren und servieren.

Variationen:

Du hast keinen (guten) Entsafter oder Trester? Kein Problem, ersetze es einfach mit 1/2 Tasse geraspelten/mit einer Küchenmaschine geschnitzelten Möhren und einer ½ Tasse feingehackten Zwiebeln. Du wirst evtl. 1-2 TL Wasser (oder Sojamilch) zur Masse hinzufügen müssen, um den Feuchtigkeitsunterschied auszugleichen. Die Soße kann endlos variiert werden. Du kannst sie z.B. mit Chilischoten, einem Schuß Kochwein, kleingeschnittenen Pilzen oder mehr Kräutern aufpeppen, oder etwas Soja- oder Mandelmilch für eine cremigere Konsistenz hinzufügen.  Ich habe letztens meine Fleischlosbällchen mit geräuchertem Tofu veredelt – auch keine schlechte Idee.

*Die gemahlenen Samen sind nicht unbedingt lebensnotwendig, verleihen aber einen besonderen Geschmack und binden das Ganze besser. Ich benutze eine elektrische Kaffeemühle, aber es sollte auch mit einer kleinen Küchenmaschine funktionieren. Oder mit Mörser und Stößel, wenn du althergebrachte und masochistische Arbeitstechniken bevorzugst. Wenn du ganz auf die Samen verzichtest, brauchst du für die richtige Konsistenz der Bällchenmasse mehr Kichererbsenmehl.

Lass mich wissen was du mit dem Rezept angestellt hast und welche Ideen dir dabei gekommen sind!